02.04.2015

9 cm Nürnberg
Stadtgeschichte aus der „Bratwurstperspektive“

Neun Zentimeter Nürnberg: Eine Kulturgeschichte der Nürnberger Bratwurst. So hieß die Sonderausstellung im Nürnberger Stadtmuseum „Fembohaus“ und erklärte wie die Geschichte der Bratwurst mit der Geschichte der Stadt Nürnberg verbunden ist.

Eine vergoldete Nürnberger Bartwurst auf Gabel, heroisch aufgebaut unter einem Glassturz, stimmte die Besucher auf den „Mythos“ ein. Mit Objekten, Bildern und Dokumenten wurde die über 700 jährige Tradition der Nürnberger Bratwurst illustriert und begeisterte am Ende knapp 14.000 Besucher. Der Schutzverband Nürnberger Bratwürste e.V. unterstützte die Realisierung mit einem knapp sechsstelligen Betrag.

Auf der 210 qm großen Sonderausstellung drehte sich sechs Monate lang alles um die wohl kleinste Bratwurst der Welt. Knapp 14.000 Besucher aus allen Destinationen hatten sich die Stadtgeschichte aus der Bratwurst-Perspektive angesehen.

An einer Schauwand konnten die Besucher auf Papptellern handschriftlich festhalten, was „Ihre Nürnberger“ für Sie persönlich ist. Neben Aussprüchen wie „3 im Weckla ist Heimat zum Anbeißen“; „Das Beste an Nürnberg“; „Ein leckeres kleines Stückchen Heimat“ oder gar „Wegen den guten Nürnberger Bratwürsten kann ich nicht Vegetarierin werden“ sind nur ein kurzer Auszug der Bekundungen.

Die Nürnberger Bratwurst ist seit über 700 Jahren ein Verkaufsschlager. Wie es so weit kommen konnte erzählen Dr. Hartmut Frommer, 2. Vorsitzender des Schutzverbandes, und Gabriele Korn, Kuratorin Stadtmuseum Fembohaus, in den verschiedenen Filmsequenzen.